Startseite
Meine Hörbehinderung
Diskriminierung
Der Erbvertrag
Die Kündigung
Abmahnung
Einstweilige Verfügung
Landgericht
Oberlandesgericht
Verfassungsgericht
Gerichtshof EGMR
Presse
Dübel war schon erfunden
Spitzel
Karikaturen
Impressum
     
 


Vermögen von Artur Fischer und Klaus Fischer - Fischerwerke, Quelle: Manager-Magazin, Oktober 2011: PDF-Datei Artur Fischer und sein Erbe Klaus Fischer, haben ein Vermögen von 500 Millionen Euro. Sie zählen damit zu den "ärmeren" Deutschen.



Erbvertrag, Notarurkunde, Erbverzicht, Hörbehinderungvon Frau Alexandra Kusitzky / FOCUS 3/10

Focus Artur Fischer Fischerwerke

Artur Fischer: manager-magazin

Welt Wirtschaft Artur Fischer / Zoff

Heilbronner Stimme Franziska Feinäugle

Bild am Sonntag Albert Link


Artur Fischer, Hörbehinderung, Fischerwerke, Erbvertrag, Notar


faz.net    Peter Luckemeier

Die Welt  Carsten Dierig

Heilbronner Stimme am 25. Mai 2007  Franziska Feinäugle

Focus  up/dpa

Wieland Schmid

 Revue Seite 1:   Revue Seite 2:                   PDF Datei

Dübelkönig Artur Fischer klagt an ...

Dübelkönig, Fischerdübel, Fischer-Werke, Erfinderkönig, schwerbehinderte Tochter

Von Frau Vanessa Blumhagen

Stuttgarter Zeitung:     Wieland Schmid

Wirtschaft Regional:      Hans Georg Frank

Heilbronner Stimme:    Carsten Friese

Stuttgarter Zeitung:      Wieland Schmid

Bildzeitung Stuttgart:    Jürgen W. Meyer     

Bildzeitung:                  Robin Mühlebach

Bildzeitung                 Robin Mühlebach

n-tv, Artur Fischer    

Financial Times              Oliver Wihofszki

Dübelkönig siegt gegen behinderte Tochter.

Beklagte Tochter, ArturFischer, Fischerwerke, Erbvertrag


Vanessa Blumenhagen Revue:

Warum hat so ein kluger Mann wie Prof. Artur Fischer Streit mit seiner Tochter?

Artur Fischer ist ein ausgesprochen erfolgreicher Mann. Als Erfinder ebenso wie als Unternehmer der Fischerwerke. Mehr als 5000 Patente schützen weltweit seine Produkte, mehr als 3400 Menschen arbeiten in Firmen, die seinen Namen tragen Fischerdübel etwa oder Fischertechnik und Fischerwerke.Und Millionen Heimwerker rund um den Globus schwören auf seine genialste Erfindung - den Dübel. Diese kleinen Kuststoffhülsen die jede Schraube fest in der Wand verankert. Wahrhaft genial!

Das alles hat Artur Fischer weltberühmt gemacht. Inzwischen ist er 86 Jahre und tüftelt noch immer an neuen Dingen. Bewundernswert! So weit die einmalige Erfolgsgeschichte des Schneidersohns aus dem Schwarzwälder Waldachtal. Privat allerdings hat Artur Fischer wenig Fortune. In seiner Familie geht es hoch her. Da geht es um Geiz und Geld, um Erbe und schnöde Rache. Da sitzen Hass und Verbitterung so tief und fest wie eine Schraube im Dübel (Fischerdübel).

Im Mittelpunkt: Artur Fischer und seine Tochter Margot Fischer-Weber. Voller Zorn zieht sie seit geraumer Zeit öffentlich gegen die Familie zu Felde. Auf einer eigenen Internetseite fischerfratze beschimpft und beschuldigt sie den Vater und ihren zwei Jahre jüngeren Bruder Klaus Fischer, der seit Jahren die familieneigene Firmengruppe Fischerwerke führt. Margot fühlt sich von beiden gedemütigt und um Millionen betrogen.

Fremde fragen sich, warum ein so kluger Mann wie Artur Fischer den Streit mit seiner Tochter nicht beenden kann. Warum er so unversöhnlich mit seiner Tochter umgeht.


Ihre Sprache ist auch heute noch undeutlich, ein wenig kehlig. Zeichensprache hat sie nie gelernt.

Die Behinderung wurde ihr Schicksal.

Sie beendete weder die Hauptschule noch begann sie eine Lehre. Seit ihrem 15. Lebensjahr arbeitete Margot wenig beachtet im Betrieb des Vaters der Fa. Fischerwerke. Mal in der Buchhaltung, mal in der Poststelle der Fischerwerke. Immer da, wo gerade Hilfe gebraucht wurde."Das ich die Firma nicht übernehmen konnte, war mir klar. Aber ich wollte meinen Arbeitsplatz bis zur Rente behalten", erzählt Margot auf ihrer Homepage.

1984, vor über zwei Jahrzehnten, ließ der Vater seine Tochter einen für sie verhängnisvollen Vertrag unterschreiben. Damit wurde geregelt, dass Margot zu Gunsten von Klaus Fischer (Bruder) auf ihr Erbe und auch auf den Pflichtteil verzichten sollte. "Sie wusste nicht, was in dem Papier stand", sagt ihre Anwältin der Revue. "Sie hat ihren Vater vertraut". Der Vertrag war juristisch so abgefasst, dass er später nicht für sittenwidrig erklärt werden konnte. Margot Fischer Weber behauptet heute: "Nach dieser Unterschrift wandte sich meine Familie zunehmen von mir ab".Erst bekam sie eine Änderungskündigung: Ihr Gehalt wurde um die Hälfte gekürzt und ihre Arbeitszeit mit der Stechuhr erfasst. Dann wurde ihr mitgeteilt, dass sie ihren Firmenwagen von der Fa. Fischerwerke zurückgeben müsse. Den traurigen Höhepunkt erreichte der Familienstreit, als der Bruder seiner Schwester 1999 kündigte. Margot Fischer-Weber: "Ich fragte ihn, "Bin ich deine Schwester oder deine Angestellte?" - "Meine Angestellte", war seine Antwort.

Die Sache ging vor Gericht. In der Prozess-Schrift heißt es: "Von der angeblichen Schwerbehinderung von Frau Fischer-Weber war dem Arbeitgeber nichts bekannt ... Bekannt war nur, dass Frau Fischer-Weber seit der Geburt etwas schlecht hört ...".

Für Margot Fischer-Weber ein Schlag ins Gesicht. "Meiner Mutter war wichtig, dass ich lange Haare trage, damit die Leute das Hörgerät nicht sehen."

Kaum zu glauben das Vater Artur Fischer und Bruder Klaus Fischer nichts von ihrer Behinderung wussten. Hier mag die eigentliche Ursache des unsäglichen Streits liegen. Schämt sich der Vater für seine behinderte Tochter? Vor Gericht kam es zu einem Vergleich. " Ich bekam 130.000,00 DM Abfindung." Ein Almosen gemessen an dem, was ihr hätte als Erbe zustehen können. Heute lebt sie von Erwerbsunfähigkeitsrente und Erlösen aus dem Verkauf eines Mietshauses. Margot Fischer-Weber ist verwitwet, ihr Mann starb 1995 im Alter von nur 47 Jahren. Die Ehe blieb Kinderlos. Ihre Wohnung ist 120 km vom Elternhaus entfernt. "Mit meiner Familie habe ich seit sieben Jahren keinen Kontakt mehr. Mir gehts sehr schlecht. Meine Eltern rufen mich nicht mal zu meinem Geburtstag an. Auch mein Bruder Klaus meldet sich nicht. Aber ich will mit denen auch nichts mehr zu tun haben."

Was für ein Bild wirft das auf den hoch angesehenen Prof. Dr. Dr. Artur Fischer? Den Mann, der sich als Sohn eines Schneiders in Waldachtal zu einem der weltweit angesehensten Unternehmer hocharbeitete.

1949 erfand der gelernte Bauschlosser ein Blitzgerät für Fotoapparate mit synchroner Auslösung. Seine berühmteste Erfindung ist aber bis heute der Fischer Dübel. Sieben Millionen Stück produzieren die Fischerwerke jeden Tag. Weltweit ist die Artur Fischer GmbH & Co. KG in 19 Ländern aktiv, hat einen Jahresumsatz von 450 Millionen Euro. Fischer s Privatvermögen wird auf 250 Millionen Euro geschätzt. Der Unternehmer Artur Fischer schweigt zu den Vorwürfen. "Wir kommentieren den Sachverhalt nicht", sagte Firmensprecherin Beate Rzadtki zu REVUE. Wohl auch aus juristischen Gründen. Margot Fischer-Weber hingegen äußert sich um so heftiger. Auf ihrer Internetseite fischerfratze sind Karikaturen zu sehen, die Bruder und Vater als Haie und unbarmherzige Arbeitgeber darstellen.

Die Fischer s fühlen sich verunglimpft und klagen. Der Streit beschäftigt die Gerichte jetzt schon in zweiter Instanz. Wie auch immer der Fall ausgeht - das Image des Dübel Erfinders Artur Fischer ist angeschlagen. Oder gibt es doch noch Hoffnung auf Versöhnung? Vanessa Blumenhagen

Bild am Sonntag von Albert Link


Sie nennen Ihn "Deutschland größten Erfinder": Unternehmerlegende Artur Fischer (87) hält über 1000 Patente. Seine Fischertechnik Bausätze kennt jedes Kind. Sein Geistesblitz mit dem Kunststoff Dübel (58) hat den gelernten Bauschlosser reich gemacht. Tagesproduktion heute: 13 Millionen Stück. Nur: Ein Mittel, seine eigene Familie zusammenzuhalten, hat der Tüftler aus dem Schwarzwald nicht gefunden. Der Star der lustigen Baden-Württemberg - Werbung "Wir können alles außer Hochdeutsch" kommuniziert mit seiner einzigen Tochter (59) nur noch über Anwälte.

In den Schreiben: eisiges Juristen-Deutsch. Gar eine Drohung, die fast taube, zu 90 Prozent schwerbehinderte Tochter durch "Nachforschungen" im privaten Umfeld bloszustellen. Margot Fischer-Weber ist verwitwet, kinderlos - und nach eigenen Angaben nahezu mittellos. Sie fühlt sich als Opfer ihrer hochangesehenen Familie (Fischerwerke). Und schreibt sich ihre Verbitterung von der Seele. Ihre Lebensgeschichte steht auf einer Internetseite, durch die sich ihre Angehörigen verletzt fühlen. Über die Frage, welche Inhalte die Familie tatsächlich verunglimpfen, und deshalb aus dem Netz entfernt werden müssen, will am Donnerstag das Landgericht Heilbronn urteilen. 

Die Tochter, der bereits eine Ordnungsstrafe von 250.000,00 Euro angedroht wurde kämpft um jedes Komma: "Weil es die Wahrheit ist". "Ich fühle mich von meiner Familie ausgenutzt, belogen und betrogen", sagt sie zu Bild am Sonntag.

Menschenverachtend sei sie behandelt worden, vom Vater Artur Fischer wie vom Bruder Klaus Fischer, der die Firma Fischerwerke 1980 übernommen hat. Mit einem Privatvermögen von 300 Millionen Euro steht er heute in der Liste der "500 reichsten Deutschen". Sie dagegen musste mit 50 Jahren Stütze beim Arbeitsamt beantragen. Mittlerweilen bekommt sie Erwerbsunfähigkeitsrente.

36 Jahre hatte die Tochter im Familienbetrieb der Fa. Fischerwerke mitgearbeitet. 1999 flatterte ihr eine "Anderungskündigung" ins Haus: Der Bruder kürzte ihr Gehalt, wollte die Arbeitszeit per Stechuhr kontrollieren. Margot: "Ich fragte ihn, ob ich seine Schwester sei, oder seine Angestellte". Er sagte: "Meine Angestellte". Da ist sie gegangen ...

Der Riss in der Dübel Dynastie reicht jedoch tiefer - bis in die Kindheitstage der Tochter: Weil ihre Hörschwäche offenbar verkannt wurde, musste die kleine Margot Eltern und Lehrer vom Mund ablesen. Mit dem Ergebnis, dass sie ohne Schulabschluss schon mit 15 in die Fischerwerke eintrat. "Erst als ich 19 Jahre alt war, ist meine Mutter mit mir zu einem Hals Nasen Ohren-Arzt gegangen". "Der Arzt hat geschimpft, weil es zu spät war".

Noch schwerer wiegt ihr Vorwurf, man habe sie unter Ausnutzung ihrer Gutgläubigkeit ums Erbe gebracht: "1984 verzichtete ich zu Gunsten meines Bruders auf mein Erb- und Pflichtteil". Ich hatte bei dem Notartermin keinen Rechtsbeistand und wusste damals nicht, was ein Pflichtteilsverzichtvertrag ist". Der Vater Artur Fischer, legte mit diesem Vertrag einen finanziellen Ausgleich fest: rund 3.000,00 Euro nach seinem Tod. Margot: "Später sagte er einmal: "Ich habe dich enterbt und hat dabei gelacht", "Ich werde dieses Lachen nie vergessen".

Der Firmenpatriarch der Fischerdübel, Fischerwerke wolle sich zum Familienzwist nicht äußern. Selbstkritisches war in dieser Sache bislang nicht von ihm zu hören. Die Stuttgarter Zeitung zitierte ihn mit den Worten: "Ich habe unendlich viel für meine Tochter getan". Nicht er habe sie enterbt: "Sie hat ihren Pflichtteilsverzicht erklärt".


Text Wirtschaftspresse Regional von Hans Georg Frank, 06.07.2007

HEILBRONN:   Die 6. Zivilkammer des Landgerichts Heilbronn blieb ihrer Überzeugung treu. Die drei Richter hatten schon im August 2006 wesentliche Passagen der Internetseite fischerfratze.de untersagt, weil dort der Dübel-Erfinder und Fischerwerke Konzerngründer Artur Fischer (87) aus Waldachtal bei Freudenstadt von der eigenen Tochter massiv attackiert wird. Gestern bekräftigten sie diese Rechtsauffassung: "Die Verunglimpfung von Angehörigen im Internet ist weiterhin unzulässig."

Bei dem Rechtsstreit geht es um bizarren Zoff in einer der bekanntesten und erfolgreichsten deutschen Unternehmerfamilien der Fa. Fischerwerke, der 22 Gesellschaften in 19 Ländern mit 3400 Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von rund 500 Mio. EURO gehören. Die in der Nähe von Heilbronn lebende Margot Fischer-Weber (58) bezichtigt ihren Vater, sie 1984 mit einem für sie unverständlichen Vertrag zum Erbschaftsverzicht gedrängt zu haben. Ihr Bruder Klaus (56) habe sie außerdem bei Mieteinahmen betrogen, verbreitete sie mittels des globalen Prangers. Die Anschuldigungen bereicherte sie mit Karikaturen von Haien, Wölfen, Schweinen und Idioten.

Selbst als die beleidigenden Zeichnungen entfernt waren, wollten Vater und Sohn diese Schmähung nicht auf sich sitzen lassen. Die streitbare Frau jedoch pochte auf ihr angebliches Recht zu weltweiter Verbreitung ihres Schicksals.

"Nicht alles, was man denkt, darf auf den Markt getragen werden", sagten dagegen die Richter. Sie konnten kein 'besonderes Informationsinteresse der Öffentlichkeit' erkennen, zumal es sich um 'bereits länger zurückliegende innerfamiliäre Vorgänge' handele. Die Darstellung enthalte unzulässige Beleidigungen, 'bei denen die Herabwürdigung des Vaters und des Bruders ohne eine Auseinandersetzung mit der Sache im Vordergrund steht'. Vermutlich gibt es eine Fortsetzung der Prozessserie vor dem Oberlandesgericht Stuttgart. Die Anwältin der gestern erkrankte Margot Fischer-Weber sagte bereits vor dem Urteil: "Sie hofft immer noch, dass die Meinungsfreiheit siegt."